Festlichkeit: 5 Jahre seit der Eröffnung des Hospizes in Temeswar

Festlichkeit: 5 Jahre seit der Eröffnung des Hospizes in Temeswar

01.12.2011, Temeswar (Catholica) – Das Zentrum fur Palliativpflege, Hospiz „Haus der göttlichen Gnade “ aus Temeswar druckt mehr aus als Mitleid, mehr als Empathie; es druckt die Nähe Christi aus zu unseren Brüdern, die leiden, mittels der Mitglieder der Kirche, die Mitglieder Seines mystischen Körpers sind. Es ist sogar das Mysterium der göttlichen Liebe selbst, welches sich zeigt, seitens der leidenden Menschen –‘ Ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr habt mich besucht.’(Mt 25,36),- als auch seitens jener Menschen, die ihnen beistehen: ‘ Wer mein Junger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.’(Lc 9,23). Dieses sind die Worte des Erzbischofs Jean-Claude Perisset, vor fünf Jahren der damalige apostolische Nuntius in Rumänien, gesprochen am 25. November 2006, im Rahmen der heiligen Segnungsmesse des ersten Hospices in Temeswar.

Als Gemeinschaftsrojekt der Caritas Vereinigung der Diozese Temeswar und der Kongregation der Tochter des Heiligen Franziskus, Provinz Rumänien, hat das Zentrum für Palliativpflege, das Hospiz mit dem Namen „Haus der gottlichen Gnade“, seinen Hauptsitz in dem ehemaligen Kloster dieser Kongregation, in der Memorandumului-Straße 84 in Temeswar. Anfangs konnten acht Patienten stationär aufgenommen werden. Zu diesem Zweck wurde das alte Klostergebäude gesamtrenoviert und gemäs der europäischen Richtlinien eingerichtet, so dass diese medizinische Einrichtung die Betriebsgenemigung des Ministeriums fur Gesundheit erhielt. In dem Hospiz – Palliativzentrum bieten wir aktive, vollständige Pflege für Patienten deren Krankheit auf heilende Behandlung nicht mehr anspricht, Menschen die unheilbar krank sind und sich im Endstadium ihrer Krankheit befinden.

Aniversarea a 5 ani de existanta a Hospice-ului din Timisoara Das Ziel der palliatieven Dienste ist es, die Lebensqualität zu erhalten durch komplexe Pflege ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Patienten und ihrer Familien. In diesem Projekt arbeitet die Caritas Vereinigung mit den Fachärzten fur Palliativmedizin von OncoMed Timisoara zusammen. Die Pflege der Kranken erfolgt durch ein Team bestehend aus einem Arzt, einem MTA, einem Sozialarbeiter, einem Diplompsychologen und Freiwilligen – dem sogenannten multidisziplinären Team – dass neben den Ärztlichen- und Pflegediensten auch Sozialdienste und psychologische Beratung sowohl fur die Patienten als auch fur die Familien anbietet. Das Hospiz stellt ein umfassendes Pflegeprogramm dar, für Kranke mit begrenzter Lebenserwartung und deren Familien. Unser Ziel ist es, mit einem multidisziplinären Team die Lebensqualität zu sichern, indem wir komplexe Pflege ausgerichtet auf die Bedürfnisse des Patienten und der Familie anbieten.

5 ani de la inaugurare!

Am Freitag, dem 25. November 2011, haben die Caritas Vereinigung der Diozese Temeswar und die Kongregation der Tochter des Heiligen Franziskus von Assisi, das Arzteteam, die Freiwilligen und vielen Gäste funf Jahre seit dem Bestehen des Hospizes gefeiert. Die festliche heilige Messe wurde gefeiert von PS Martin Roos, romisch-katholischer Bischof von Temeswar, in Anvesenheit von Generalvikar Mons. Johann Dirschl, Pater-Econom Nikola Laus, Pater Sekretar Sebastian Mirciov und einer Gruppe Diozesan-Priester. Nach der heiligen Messe folgte eine kurze Festlichkeit, im deren Rahmen die Mitglieder des Hospice-Teams, Schwestern, Ärzte und Freiwillige sich an Augenblicke der Gründung des Zentrums, beziehungsweise der nicht leichten, hier stattfindenden Tätigkeit erinnerten.

Seit der Eröffnung des Hospizes wurden bis heute 1100 Pazienten gepflegt. “Erbarmen ist ein anderer Name der Liebe – gelebte Liebe, tatkräftige Liebe.” Diese Worte, welche auf dem Jubiläums-Plakat erscheinen, können als Motto der gesamten Tätigkeit des Hospizes gelten, durchgeführt von einem Team, dass nicht nur beruflich gut ausgebildet ist, sondern auch viel Mitgefühl fur das menschliche Leiden zeigt und dem wir viel Kraft und alles Gute wünschen.

(Verfasst von Sipos Eniko, Pressereferentin des römisch-katholischen Bistums Temeswar)